Kriminalisierung der Seenotrettung

Die Geschichte der IUVENTA – wie Flüchtlingshilfe im Mittelmeer zu einem Verbrechen wurde

Vortrag und Diskussion mit Julian Pahlke (Jugend Rettet e.V.)

Wann: 04.05.2018 um 18:00

Wo: Baptistengemeinde Flensburg (Bismarckstraße 110, 24943 Flensburg)

Eintritt Frei!

Link zur Veranstaltung:

https://www.facebook.com/events/2048425978759590/

 
Auszug aus der Website www.jugendrettet.org/de

JUGEND RETTET - IUVENTA

JUGEND RETTET ist ein Netzwerk junger Menschen, die sich organisiert haben um gegen das Sterben im Mittelmeer anzukämpfen. Wir haben ein Schiff, die IUVENTA, gekauft und bereits mehr als 14.000 Menschen aus Seenot gerettet. Damit wirken wir der humanitären Katastrophe auf dem Mittelmeer und dem kollektiven politischen Versagen an europäischen Außengrenzen entgegen.

Am 1. August beorderte die italienische Seenotrettungsleitstelle die IUVENTA nach Lampedusa. Anschließend wurde sie von Italienischen Behörden präventiv beschlagnahmt. Am Tag zuvor weigerten wir uns, den so genannten Code of Conduct (Verhaltenskodex) der italienischen Regierung zu unterschreiben, der uns zum Bruch von internationalem Seerecht gezwungen hätte.

Noch nie ertranken so viele Menschen bei ihrer Flucht über die zentrale Mittelmeerroute, wie in den vergangenen Jahren. Allein 2017 kam 2831 Mal jede Hilfe zu spät.
Wie hoch die Dunkelziffer ist, können wir kaum erahnen.
Trotzdem übernimmt Europa keine Verantwortung für dieses unbeschreibliche Leid an unseren Außengrenzen. Weiterhin gibt es kein staatliches Seenotrettungsprogramm. Stattdessen sollen die Menschen in libyschen Lagern aufgehalten werden. Die Zustände, die dort herrschen, wurden uns von Geflüchteten als menschenunwürdig und grausam beschrieben